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Montag, 05 Dezember 2016
Newsflash
Mein Zusatz-Studium an der FSU Jena ist abgeschlossen. Derzeit mach ich den Schein für das Wahlpflichtfach 9/10 IF.
iMac G4-Projekt E-mail Print
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iMac-Projekt

Im Jahre 2009 hatte ich mich in das Design des iMac G4 (Lampe) verguckt. Da im September 2009 das Betriebssystem Snow Leopard von Apple auf den Markt kam und die PowerPC-CPU des iMac G4 nicht mehr unterstützt wurde, hielt ich die Zeit für gekommen, dass einige Besitzer des iMac G4 ihren Rechner abstoßen würden. Also habe ich mir eine Lampe aus dem Jahr 2003 ersteigert. Die hatte noch keine Intel-CPU.

Innerhalb einer Woche rüstete ich meinen iMac mit einer größeren Festplatte (80 GB => 250 GB) auf. Zuerst hatte ich schwere Bedenken den Apfel aufzuschrauben. Zwar hatte ich schon viele Windows-Kisten zerlegt (und wieder zusammen geschraubt). Aber dies war was anderes. Ich wollte nichts kaputt machen und außerdem war es ja für mich ein kleines Heiligtum. Als ich eine detaillierte Anleitung im Web (macschrauber.de) fand, traute ich mich endlich an die Aufrüstung. Noch schnell die Torx-Schraubendreher T10 und T15 besorgt und los ging die Operation.

Grundplatte des iMac G4

Also erst mal die Grundplatte abgeschraubt. Aber die verdammten Schrauben wollten nicht abgehen. Ist aber so vom Designer beabsichtigt. Die Schrauben sind gefedert und unverlierbar mit der Grundplatte verbunden. Einfach nur toll.

Der nächste Schritt war das Öffnen des Gehäuses, indem die Torx-Schrauben entfernt wurden. Ich legte den iMac auf die Seite, um den Boden sanfter entfernen zu können. Danach offenbarte sich das Innenleben.

Innenleben des iMac G4

Oben im Bild ist das Motherboard (rund!) mit dem RAM-Riegel (1 GB) dem Mini-Netzteil (links) und dem Prozessor PowerPC 7445 (verdeckt unter dem goldenen Passivkühler) zu sehen. Im hinteren Bildbereich sind die Anschlüsse zu den parallelen Bussen hin zum optischen Laufwerk und Festplatte sichtbar.

Innenleben des iMac G4

Im oberen Inneren der Lampe sind das optische Laufwerk und die Stromleitungen (schwarz-gelb-rote Leitungen) zu sehen. Die Laufwerke mussten nun, nachdem die Schrauben gelöst waren, vorsichtig herausgehoben werden. Das empfand ich als den knifflichsten Moment. Bewährt hat sich dabei das Herausnehmen nach 'hinten', also entgegen der Öffnung der DVD-Schublade. Die Datenkabel habe ich vorher vom Motherboard abgesteckt, damit dort keine Beschädigung auftritt.

Freilegung der Laufwerke des iMac G4

Nun war es soweit, dass die Festplatte aus dem Gehäuse herausgenommen war und ausgetauscht werden konnte. Vorsichtig wurde der weiße Aufkleber entfernt. Dieser dient wiederum nur der Ästhetik. Denn wer will schon, wenn er durch die oberen Lüftungslöcher des Gehäuses ins Innere sieht, eine metallene Festplatte erblicken. Nein diese verbirgt sich dem Betrachter unter dem weißen Aufkleber ;-)

Die Festplatte selbst wurde gegen eine handelsübliche IDE-Festplatte (7200 rpm, 250 GB) ersetzt. Im Bild schön zu sehen ist der große, weiße Lüfter, der für die Ohren eines Mac-Nutzers doch recht viel Krach macht. Vielleicht wird das mein nächstes Projekt.

Alle Schrauben, die zum Austauschen der Festplatte eines iMac G4 gelöst werden müssen

Dies sind alle (Torx)Schrauben, die ich lösen musste, um die Festplatte austauschen zu können.

Start des iMac G4 nach dem Festplattenaustausch

Wie unschwer zu erkennen ist, hatte ich alle Teile des iMac wieder zusammen bekommen. Da ich zwischenzeitig mit einer 80 GB-Platte experimentiert hatte, die aber nur als 30er erkannt wurde, habe ich jetzt schon fast Routine im Auseinandernehmen. Wenn man entsprechend vorsichtig zu Werke geht, gibt es keine besonderen Schwierigkeiten oder Fallstricke. Es lebe der Designer.

Mouse des iMac G4

Auch hier bei diesem Foto ist die Liebe zum Detail zu erkennen. Die Originalmaus ist aus Acryl gefertigt. Nur ein Detail vernisse ich sehr - das Scrollrad.

Installation von Leopard auf dem iMac G4 wird vorbereitet

Der Rechner startet nun von DVD. Allein dieses Booten von DVD hatte mir Kopfzerbrechen bereitet. Alle Tastenkombinationen zur Auswahl des Bootmediums bei Start (c gedrückt halten oder ALT+C+D usw.) brachte keinen Erfolg. Das einzige, was angezeigt wurde, war ein externes Firewire-Gerät. Also hatte ich, noch vor dem Plattentausch, das System hochgefahren und habe in den Systemeinstellungen das Startvolume auf DVD-Laufwerk eingestellt. Somit klappte dann das Booten von DVD.

Mouse des iMac G4

Nach dem üblichen Überprüfen der DVD sollte nun eigentlich die Installation auf die Festpaltte erfolgen. Aber die Festplatte war vom System nicht erkannt worden (vielleicht, weil sie nicht mit HFS+ vorformatiert war). Aber auch dieses Problem ließ sich leicht lösen, weil mit Hilfe des Festplatten-Dienstprogramms die neue Festpaltte partitioniert werden konnte (siehe Bild oben). Das Festplatten-Dienstprogramm war bequem über die Menüleiste erreichbar.

Installation von Leopard auf dem iMac G4 war erfolgreich

Ab diesem Zeitpunkt lief nun alles wie gewohnt. Das Betriebsystem Mac OS 10.5 Leopard ließ sich ohne Probleme installieren (da meine PowerPC-CPU mehr als 876 MHz hat). Leopard wollte ich unbedingt installieren, da ich meine Backups mit Time-Machine machen wollte. Die Einbindung in das bestehende Heimnetzwerk verlief auch problemlos.

Zur Zeit bin ich rundum glücklich. Einen schönen Rechner auf dem Schreibtisch, der dazu noch genaus so funktioniert wie man es gern hat. =)

Last Updated ( Donnerstag, 15 Oktober 2009 )